So einfach erstellen Sie Ihr PR-Konzept

Erst nachdenken, dann handeln

Erst nachdenken, dann handeln, das gilt auch, wenn man mit PR in der Öffentlichkeit auf seine Produkte oder Dienstleistungen aufmerksam machen will.

Hallo zusammen, heute geht es in diesem Blogbeitrag darum, wie Sie aus Ihren gesammelten Ideen ein PR-Konzept schmieden, um Ihre Produkte oder Dienstleistungen strategisch in der Öffentlichkeit zu präsentieren. Hier handelt es sich um ein Minimalkonzept, das auch ich für meine Kunden einsetze. Keine Angst, auch wenn Sie vor dem Begriff „Konzept“ vielleicht etwas zurückschrecken, ein PR-Konzept für sich als Selbstständigen, oder für sein kleines Unternehmen zu erstellen, dauert nicht lange und ist natürlich bei weitem nicht so detailliert, wie bei einem größeren Unternehmen! Also, lassen Sie sich nicht abschrecken und legen Sie los, ein solches Konzept wird Sie dabei unterstützen, in der Öffentlichkeit mehr beachtet zu werden!

  • Und so sollten Sie Ihr PR-Konzept aufteilen:
    1.) Ihre Situationsbeschreibung
    2.) Ihre IST-Analyse
    3.) Ihre SOLL-Analyse
    4.) Ihre kommunikativen Ziele
    5.) Die Zielgruppen, die Sie ansprechen wollen
    6.) Zeitplan
    7.) Kernbotschaften
    8.) PR-Instrumente
    9.) PR-Maßnahmen
    10.) Umsetzung der PR-Maßnahmen
    11.) Evaluierung (Erfolgskontrolle)

Zu Punkt 1: Ihre Situationsbeschreibung

Zu allererst ist es wichtig, eine Situationsanalyse zu erstellen. Beschreiben Sie kurz, was Sie Ihren Kunden anbieten können, welche Maßnahmen Sie bereits getätigt haben, um in der Öffentlichkeit mehr Beachtung zu finden und beschreiben Sie, wo Ihre Probleme liegen (z.B. wenig Kundenzulauf, keine Resonanz auf Werbung, Preisgefüge, Veranstaltungen werden nicht genügend wahrgenommen, etc.)

Zu Punkt 2: Ihre IST-Analyse

Zu diesem Punkt schreiben Sie kurz auf, wie sich Ihre Produkte/Dienstleistungen derzeit positioniert sehen. Was sind die Stärken und Schwächen Ihrer Produkte/Dienstleistungen? Welche Potentiale besitzen Ihre Produkte/Dienstleistungen? Wie bewerten Ihre Kunden derzeit Ihren Service/Ihre Produkte/Ihre Dienstleistungen?

Zu Punkt 3: Ihre SOLL-Analyse

Wie das Wort „SOLL“ schon ausdrückt, geht es hier darum, wie Ihre Zielgruppe Sie künftig besser wahrnehmen soll. Zudem: Welche realistischen Erwartungen haben Sie? Welche Ziele verfolgen Sie mit Ihrer PR-Arbeit?

Zu Punkt 4: Ihre kommunikativen Ziele

Hier gilt es festzulegen, welche Ziele Sie mit Ihrer PR-Arbeit verfolgen. Wollen Sie mehr potentielle Kunden erreichen? Wollen Sie Ihr Image verbessern? Wollen Sie aktive Kundenbindung betreiben? Wollen Sie neue Produkte/Dienstleistungen vorstellen? Welche kommunikativen Maßnahmen eignen sich für unterschiedliche Darstellungsformen (Print, Online, Social Media…)?

Zu Punkt 5: Die Zielgruppen, die Sie ansprechen wollen

Wichtig! Ihre PR-Arbeit muss sich klar und deutlich auf Ihre definierten Zielgruppen ausrichten! Notieren Sie, welche Zielgruppen sie besonders ansprechen wollen. Sind es Frauen, Männer, Jugendliche, Hausfrauen, Handwerker, Senioren, Hundebesitzer…

Zu Punkt 6: Zeitplan

Zeitplan

Erstellen Sie unbedingt einen Zeitplan für Ihre PR-Aktivitäten.

Mit eines der wichtigsten Punkte im PR-Konzept! Das Timing muss stimmen, Sie müssen planen, wann Sie, was in der Öffentlichkeit bekannt machen wollen. Stellen Sie einen kurzen Zeitplan auf, in dem Sie eintragen, welche Pressemeldungen und sonstigen PR-Aktivitäten Sie umsetzen wollen. Das ist sehr wichtig, damit Sie sich nicht verheddern und Zeit vergeuden. Erfassen Sie in dem Zeitplan alles, was Sie im Laufe des Jahren planen. Das kann ein Tag der offenen Tür sein, oder ein Tag der Ausbildung, Sonderangebotskampagnen, eine Hausmesse, Vorträge usw. Vergessen Sie auch nicht, wenn einer Ihrer Mitarbeiterinnen/Mitarbeiter ein besonderes Jubiläum bei Ihnen feiert. Sorgen Sie dafür, dass Sie Monat für Monat mindestens eine Aktivität eintragen, damit Sie kontinuierlich im Gespräch bleiben! Denken Sie an Sonderaktionen für Frühling, Sommer, Winter, Ostern, Weihnachten…

Zu Punkt 7: Kernbotschaften

Was haben Sie zu sagen? Was wollen Sie der Öffentlichkeit mitteilen? Welche Produkt/Dienstleistungsvorstellungen passen zu saisonalen Ereignissen besonders? (Ostern, Weihnachten etc.) Diese Kernbotschaften sollten Sie notieren.

Zu Punkt 8: PR-Instrumente

Wie sagen Sie´s Ihren Kunden? Wie wollen Sie sich mitteilen? Legen Sie zu den Aktionen, die Sie planen, schon jetzt fest, wie Sie an die Öffentlichkeit herantreten wollen. Soll es nur eine Pressemitteilung mit Foto sein? Würden Sie gerne eine Reportage mit Fotos schreiben? Möchten Sie eine Personalie verfassen? (z.B. wenn jemand in Ihren Betrieb 25 Jahre beschäftigt ist, sie einen neuen Geschäftsführer haben etc.) Denken Sie aber immer daran, dass Sie Ihrer Meldung, die Sie veröffentlichen wollen, zumindest ein gutes Foto „beilegen“. Auf was es bei guten PR-Fotos ankommt, erkläre ich in meinem E-Book „So gelingen Ihnen perfekte PR-Fotos“, das in Kürze erscheint.
Natürlich gibt es noch weitere „Schreibinstrumente“, wie Feature, Kommentar, Interview, aber diese Instrumente kommen für Sie als Unternehmer oder Freiberufler nicht in Frage, wenn Sie z.B. Print-PR betreiben wollen. Wenn Sie selbst an die Presse herantreten, dann müssen Sie sich auf Pressemitteilungen beschränken. Der Grund: Nur mit sachlichen Pressemitteilungen haben Sie eine Chance, dass das, was Sie mitzuteilen haben, auch veröffentlicht wird. Kommentare beinhalten Meinungen, Reportagen sind so eine Art „Wahrnehmungsprotokoll“ und damit auch nicht neutral.

Zu Punkt 9: PR-Maßnahmen

Davon gibt es eine ganze Reihe. Alles, womit Sie an die Öffentlichkeit herantreten, ist quasi eine PR-Maßnahme. Auch wenn Sie bei einer Party, oder beim Einkaufen mit jemandem über Ihr Geschäft, Ihr Unternehmen, Ihre Organisation etc. reden, ist nichts anderes, als eine PR-Maßnahme.
PR-Maßnahmen lassen sich aber auch hervorragend planen. Hier einige Beispiele:
– Pressekonferenz zur Vorstellung neuer Produkte, Personen, Dienstleistungen etc.
– Events, wie ein „Tag der offenen Tür“, ein Jubiläum, ein Sommerfest, eine Hausmesse etc.
– Newsletter an Kunden
– Eine Kundenzeitschrift/Kundenzeitung (so etwas geht auch online!)
– Infostände
– Aktionstage
etc.

Zu Punkt 10: Umsetzung der PR-Maßnmahmen

Die Umsetzung von PR-Maßnahmen müssen Sie genau planen. Überlegen Sie, ob Sie Arbeiten delegieren können an Ihre Mitarbeiter, stellen Sie einen Terminplan auf, wann, was zu erledigen ist (Entsprechende Checklisten erhalten Sie als Empfänger meiner Newsletter).
Wenn Sie Events abhalten wollen, stellen Sie Checklisten auf (Event-Checklisten sind für die Abonnenten meines Newsletters auf meiner Internetseite verfügbar), mit denen Sie Ihre Veranstaltung genau planen können. Wie Sie Events planen, welche Möglichkeiten es gibt, Events abzuhalten etc. erfahren Sie in einem E-Book von mir, das bald erhältlich ist.
Die Umsetzung von PR-Maßnahmen sollte sowohl online, als auch offline geschehen. Zeitungen/Zeitschriften werden nämlich noch immer viel gelesen! Vergessen Sie das nicht!
Im Bereich Online, also Internet, können Sie Ihre Artikel auf unterschiedlichsten Kanälen (u.a. Presseportalen) verteilen. Auch Interessensverbände etc. sind oft sehr interessiert an Berichten, die mit gutem Inhalt daherkommen. Informieren Sie sich im Internet, bevor Sie an die Umsetzung Ihrer PR-Maßnahmen gehen.

Vergessen Sie nicht, die Sozialen Netzwerke, wie Facebook, Twitter, Google+ oder Pinterest in Ihre PR-Maßnahmen einzubinden!

Zu Punkt 11: Evaluierung (Erfolgskontrolle)

Natürlich ist es wichtig, dass Sie nachprüfen, welchen PR-Erfolg Ihre Marketingmaßnahme hat. Falls Sie Berichte an Zeitungen/Zeitschriften versendet haben, rufen Sie in den Redaktionen an, ob und wann an eine Veröffentlichung gedacht ist. Manche Redakteure sind so freundlich und schicken Ihnen nach dem Erscheinen Ihres Berichtes ein kostenloses Belegexemplar zu. Ansonsten sollten Sie die Medien, an die Sie Ihre Mitteilung geschickt haben, im Auge behalten und öfters nachsehen, ob Ihre Pressemitteilung erschienen ist.
Im Online-Bereich ist die Überprüfung etwas einfacher. Wenn Sie Ihre Berichte auf Presseportalen verteilt haben, können Sie auf diesen Portalen ersehen, wie oft Ihr Artikel angeklickt wurde.
Nur durch eine Erfolgskontrolle können Sie ermessen, ob Ihr Anliegen auch richtig verkauft wurde.
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